6 Einheiten Massiv
ab 990 Euro.
Anforderungen, Form und Kosten für Mehrfamilienhäuser bis 13 Meter mit Nutzungseinheiten bis 400 Quadratmeter, häufig in Holzhybrid Bauweise.
Gebäudeklasse 4 umfasst Gebäude mit einer Höhe der OKF höchster Aufenthaltsraum bis 13 Meter und Nutzungseinheiten bis 400 Quadratmeter. Diese Klasse betrifft typische Geschosswohnungsbauten mit drei bis vier Vollgeschossen oberhalb des Erdgeschosses.
In GK 4 steigen die Anforderungen spürbar: Tragende Wände, Decken und Trennwände zwischen Nutzungseinheiten müssen hochfeuerhemmend sein, also F60, die Wände notwendiger Treppenräume auch unter zusätzlicher mechanischer Beanspruchung. Bei Holzbauweise greift die Muster Holzbaurichtlinie mit Anforderungen an Kapselung K2 60.
Nach § 66 Abs. 2 MBO muss der Brandschutznachweis in GK 4, ausgenommen Sonderbauten sowie Mittel und Großgaragen, von einem besonders qualifizierten Brandschutzplaner erstellt sein; bauaufsichtlich geprüft wird er nach § 66 Abs. 3 MBO erst ab GK 5. Die Länder regeln das im Einzelnen selbst. Der Nachweis wird häufig tabellarisch geführt und mit konstruktivem Bauteilkatalog ergänzt.
Die Gebäudeklasse 4 umfasst Gebäude bis 13 Meter Höhe mit Nutzungseinheiten von jeweils bis 400 Quadratmeter. Sie steht in allen sechzehn Ländern in Paragraf 2 der Landesbauordnung und folgt der Musterbauordnung. Wie sich Klasse 4 von den übrigen Klassen abgrenzt, zeigt die Übersicht der Gebäudeklassen.
Mit der Gebäudeklasse 4 hat die Musterbauordnung 2002 die hochfeuerhemmenden Bauteile eingeführt, also einen Feuerwiderstand von 60 Minuten. Dadurch wurde mehrgeschossiger Holzbau bis zur Gebäudeklasse 4 möglich, wenn die tragenden Holzbauteile eine nichtbrennbare Bekleidung erhalten. Über die Muster Holzbau Richtlinie gilt das bundesweit.
| Regelung | Fundstelle | Besonderheit Gebäudeklasse 4 |
|---|---|---|
| Musterbauordnung | § 2 Abs. 3 MBO | bis 13 m, Nutzungseinheiten jeweils bis 400 m², hochfeuerhemmende Bauteile zulässig |
| Baden-Württemberg | § 2 Abs. 4 LBO | wortgleich, nur andere Absatznummer |
| Holzbau | Muster Holzbau Richtlinie | hochfeuerhemmender Holzbau bis Gebäudeklasse 4 bundesweit eingeführt |
| Übrige Länder | § 2 der jeweiligen LBO | Definition wie Musterbauordnung |
Hochfeuerhemmend bedeutet 60 Minuten Feuerwiderstand. Die Höhe von bis zu 13 Metern misst sich an der Oberkante Fußboden des höchstgelegenen Geschosses mit Aufenthaltsraum.
Mit der Einführung der Muster Holzbaurichtlinie und ihrer Umsetzung in den Landesbauordnungen sind Mehrfamilienhäuser bis Gebäudeklasse 4 in Holz zulässig. Voraussetzung ist die Kapselung der Holzbauteile in K2 60, also eine 60 Minuten lange Verzögerung der Beteiligung des Holzes am Brand.
In der Praxis bedeutet das eine Beplankung aus Gipsfaser oder Gipskarton in Lagen, die über DIN 4102 Teil 4 oder über eine Bauartgenehmigung klassifiziert ist. Anschluss an Decken, Wänden und Schächten ist im Detail entscheidend, weil Brandüberschlag häufig über Stoßstellen geschieht.
| Bauteil | Anforderung |
|---|---|
| Tragende Wände und Stützen | hochfeuerhemmend, F60, im Keller feuerbeständig |
| Wohnungstrennwand | hochfeuerhemmend, F60 |
| Geschossdecke | hochfeuerhemmend, F60, im Keller feuerbeständig |
| Treppenraumwand | hochfeuerhemmend, F60, auch unter mechanischer Beanspruchung |
| Tragende Teile der Treppe | nichtbrennbar |
| Notwendiger Flur Wand | feuerhemmend, F30 |
| Wohnungstür zum Treppenraum | dicht und selbstschließend |
| Außenwand an der Grenze | Brandwand oder Wand, die auch unter mechanischer Beanspruchung hochfeuerhemmend ist |
In Innenstadtlagen ohne Aufstellfläche der Drehleiter wird der zweite Rettungsweg häufig baulich realisiert. Nach § 33 Abs. 2 MBO ist ein zweiter Rettungsweg nicht erforderlich, wenn ein Sicherheitstreppenraum vorhanden ist, in den Feuer und Rauch nicht eindringen können. Innenliegend wird er meist mit Vorraum und Druckbelüftung ausgeführt, die Einzelheiten legen Landesrecht, technische Baubestimmungen und Brandschutzkonzept fest.
Im Brandfall bleibt der Treppenraum rauchfrei. Die Druckbelüftung erzeugt einen Überdruck, der den Eintritt von Brandrauch verhindert. Wartung und regelmäßige Funktionsprüfung sind Pflicht. Die Anlage ist in den Bauteilkatalog und in das Konzept für Sicherheitstechnik aufzunehmen.
Festpreise starten bei 990 Euro für ein Mehrfamilienhaus in Massivbauweise mit sechs Einheiten und reichen bis 1.690 Euro bei Holzhybrid oder Sicherheitstreppenraum. Bei besonders komplexen Innenstadtlagen mit Sicherheitstreppenraum sind ab 1.990 Euro üblich.
ab 990 Euro.
ab 1.290 Euro.
ab 1.690 Euro.
Angenommen ist eine Stadtvilla mit vier Geschossen, acht Wohneinheiten, OKF höchster Aufenthaltsraum 12,40 Meter, BGF 1.180 Quadratmeter. Holzhybrid mit Brettsperrholzdecken, K2 60 gekapselt. Treppenraum als Sicherheitstreppenraum mit Vorraum.
Der Nachweis kombiniert tabellarischen Aufbau mit konstruktivem Bauteilkatalog. Bauteilprüfung K2 60 als Anhang, Schottdetails an Installationsleitungen im Vorraum werden ergänzt. Der Festpreis mit Sicherheitstreppenraum beginnt ab 1.690 Euro.
In Gebäudeklasse 4 wechselt der Nachweis in vielen Fällen von der reinen Tabelle zur konstruktiven Form. Holzhybrid mit Brettsperrholzdecken oder Sicherheitstreppenraum mit Druckbelüftung sind die typischen Auslöser. Wer in dieser Klasse plant, sollte den Brandschutzplaner früh einbinden, idealerweise in der Vorentwurfsphase.
Die Schnittstelle zur Statik ist hier besonders wichtig. F60 in tragenden Bauteilen verlangt nicht nur einen geprüften Bauteilaufbau, sondern auch eine Bemessung der Tragwerksplaner. Korrektur in einer späteren Phase wird teuer, weil Wandstärken und Anschlussdetails Auswirkungen auf Grundriss und Statik haben.
Schächte sind die häufigste Schwachstelle im Bauteilkatalog. Lüftung, Sanitär, Elektro durchdringen Decken und Wände. Geprüfte Schottmodule aus den Katalogen der Hersteller sind hier die schnelle Antwort. Wer früh entscheidet, welche Systeme zum Einsatz kommen, vermeidet späte Bauartgenehmigungen.
Im Holzbau in GK 4 ist die Schallentkopplung der Decken neben dem Brandschutz ein Kernthema. Trittschalldämmung und schwimmender Estrich beeinflussen die Klassifizierung K2 60 in der Detailausführung. Eine konsistente Lösung über Brandschutz und Schallschutz spart Kosten in Bauteilprüfungen und erleichtert die Abstimmung mit der Bauaufsicht.
Holzbau ohne Verweis auf Bauteilprüfung oder Bauartgenehmigung. Belege gehören in den Anhang.
An der Grenze genügt in GK 4 statt einer Brandwand nur eine Wand, die auch unter mechanischer Beanspruchung hochfeuerhemmend ist; eine einfache F60 Wand reicht nicht.
Vorraum, Druckbelüftung und Notstromversorgung müssen explizit beschrieben sein.
In Innenstadtlagen prüfen, ob die Drehleiter wirklich anfahren kann.
Anforderungen im Geschosswohnungsbau.
Sonstige Wohngebäude bis 7 m.
Über 13 m, klassischer Geschosswohnungsbau.
Bauteilkatalog mit Verweisen.
Wer einen Brandschutznachweis benötigt, prüft meist parallel den Wärmeschutz und den Schallschutz. Über die Partnerseiten erstellen Sie diese Unterlagen aus einer Hand.
GK 4 hat eine Höhe bis 13 Meter und Nutzungseinheiten bis 400 Quadratmeter. GK 3 ist auf 7 Meter Höhe begrenzt.
Ja, mit Kapselung K2 60 nach Muster Holzbaurichtlinie. Bauteilprüfung oder Bauartgenehmigung gehört in den Bauteilkatalog.
Nicht zwingend. Wenn Aufstellfläche der Drehleiter vorhanden ist, reicht der notwendige Treppenraum. In dichten Innenstadtlagen wird der Sicherheitstreppenraum häufig zur Lösung.
Nach § 66 Abs. 3 MBO wird der Brandschutznachweis in GK 4 nicht bauaufsichtlich geprüft, er muss aber nach § 66 Abs. 2 MBO von einem besonders qualifizierten Brandschutzplaner erstellt sein. Die Länder regeln das im Einzelnen selbst.
Festpreise starten bei 990 Euro für sechs Einheiten in Massivbauweise und reichen bis 2.490 Euro bei Sicherheitstreppenraum oder besonderen Anforderungen.
Starten Sie den Schnellcheck. Sie erhalten eine indikative Einschätzung und im Anschluss einen Festpreis.
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