Doppelhaushälfte
ab 490 Euro, Bearbeitung 5 Werktage.
Tabellarischer Nachweis für Doppelhaushälften, Reihenhäuser und vergleichbare Wohngebäude bis 7 Meter mit zwei Nutzungseinheiten.
Gebäudeklasse 2 hat dieselben Schwellen wie die Klasse 1, gilt aber für Gebäude, die nicht freistehen. Eingeschlossen sind insbesondere Doppelhaushälften und Reihenhäuser. Die Höhe bleibt bei höchstens 7 Metern, dazu kommen höchstens 2 Nutzungseinheiten mit zusammen nicht mehr als 400 Quadratmetern Brutto Grundfläche.
Der praktische Unterschied liegt in der Gebäudeabschlusswand. Steht das Haus an der Grenze oder näher als 2,50 Meter daran, ist diese Wand als Brandwand oder als Ersatzwand nach § 30 Abs. 3 MBO auszuführen. In Gebäudeklasse 1 bis 3 genügt dafür eine hochfeuerhemmende Wand oder eine Wand, die von innen nach außen mindestens feuerhemmend und von außen nach innen feuerbeständig ist.
Im Reihenhaus wird die Brandwand zwischen jedem Haus eingebaut. Im Doppelhaus liegt sie auf der Mittelachse. Anders als in GK 1 müssen tragende Wände und Decken feuerhemmend sein. Einen notwendigen Treppenraum verlangt § 35 Abs. 1 MBO in GK 1 und 2 nicht.
Die Gebäudeklasse 2 gilt in allen sechzehn Ländern mit denselben Schwellen. Sie steht jeweils in Paragraf 2 der Landesbauordnung und übernimmt die Werte der Musterbauordnung: Höhe bis 7 Meter, höchstens zwei Nutzungseinheiten und zusammen bis 400 Quadratmeter Brutto Grundfläche.
Das einzige Unterscheidungsmerkmal zur Gebäudeklasse 1 ist der Anbau. Ein Reihenhaus oder Doppelhaus ist an das Nachbargebäude angebaut und fällt damit in die Gebäudeklasse 2, während dieselben Maße freistehend zur Gebäudeklasse 1 führen. Diese Abgrenzung ist bundesweit gleich.
| Regelung | Fundstelle | Besonderheit Gebäudeklasse 2 |
|---|---|---|
| Musterbauordnung | § 2 Abs. 3 MBO | bis 7 m, höchstens 2 Nutzungseinheiten, zusammen bis 400 m², nicht freistehend |
| Baden-Württemberg | § 2 Abs. 4 LBO | wortgleich, nur andere Absatznummer |
| Übrige Länder | § 2 der jeweiligen LBO | Definition wie Musterbauordnung |
Höhe, Zahl der Nutzungseinheiten und die 400 Quadratmeter sind in Gebäudeklasse 1 und 2 identisch. Allein der Anbau entscheidet über die Einordnung.
Die Gebäudeabschlusswand zum Nachbarn ist im Doppelhaus und Reihenhaus die zentrale Anforderung. Eine Brandwand muss nach § 30 Abs. 3 MBO auch unter zusätzlicher mechanischer Beanspruchung feuerbeständig sein und aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen. In Gebäudeklasse 1 bis 3 lässt die MBO stattdessen hochfeuerhemmende Wände zu oder Wände, die von innen nach außen mindestens feuerhemmend und von außen nach innen feuerbeständig sind. In der Praxis wird sie häufig als Kalksandstein oder Mauerwerk mit Putz ausgeführt, die Klassifizierung belegt der Nachweis nach DIN 4102 oder DIN EN 13501.
Zum Dach gilt § 30 Abs. 5 MBO: In Gebäudeklasse 1 bis 3 sind Brandwände mindestens bis unter die Dachhaut zu führen, verbleibende Hohlräume werden vollständig mit nichtbrennbaren Baustoffen ausgefüllt. Bauteile mit brennbaren Baustoffen dürfen nicht über die Wand hinweggeführt werden. Bei traufseitig aneinandergebauten Häusern müssen die Dächer nach § 32 Abs. 6 MBO von innen nach außen feuerhemmend sein. Öffnungen in der Brandwand sind grundsätzlich unzulässig.
| Bauteil | Anforderung |
|---|---|
| Tragende Wände und Stützen | feuerhemmend, F30 |
| Tragende Wände und Decken im Keller | feuerhemmend, F30 |
| Geschossdecke | feuerhemmend, F30 |
| Gebäudeabschlusswand zum Nachbarn | Brandwand oder Ersatzwand nach § 30 Abs. 3 MBO |
| Treppe | kein notwendiger Treppenraum erforderlich |
| Trennwände und Wohnungstüren | keine Anforderung in Wohngebäuden, § 29 Abs. 6 MBO |
| Dachhaut | harte Bedachung |
Festpreise starten in der Regel bei 490 Euro für eine Doppelhaushälfte und steigen für Reihenmittelhäuser auf Werte ab 590 Euro. Wer in Holz oder Hybrid baut, sollte ab 100 Euro Aufschlag einplanen, weil Bauteilprüfungen ergänzend dokumentiert werden.
ab 490 Euro, Bearbeitung 5 Werktage.
ab 590 Euro, eine Brandwand.
ab 690 Euro, zwei Brandwände.
Angenommen ist ein Reihenmittelhaus aus den 80er Jahren, Wohnfläche 134 Quadratmeter, Aufstockung um ein Studio im Dachgeschoss. Die Höhe bleibt unter 7 Metern, GK 2 bleibt erhalten. Für die Bauaufsicht wird ein tabellarischer Nachweis mit Detailbetrachtung der bestehenden Gebäudeabschlusswände erstellt.
Beide Gebäudeabschlusswände werden mit Aufbau und Klassifizierung nach § 30 Abs. 3 MBO dokumentiert, Anschlussdetail zum neuen Holzaufbau wird ergänzend gezeichnet. Schottung der Installationsleitungen ist konkret beschrieben. Der Mehraufwand gegenüber dem Einfachfall fließt in den Festpreis ein.
Mit jeder Veränderung der Höhe oder der Anzahl der Nutzungseinheiten kann sich die Klasse ändern. Eine Aufstockung über 7 Meter Höhe führt in GK 4. Eine zusätzliche Wohneinheit ohne Höhenwechsel führt in GK 3. Beide Wechsel ziehen Anforderungen an Decken, Treppenräume und Brandabschnitte nach sich, die deutlich höher sind als in GK 2.
Im Doppelhaus und Reihenhaus prägt die Brandwand den Nachweis. Wer im Bestand arbeitet, sollte die Brandwand mit einer Bohrkernprobe oder einem Bestandsplan dokumentieren, weil die Aufbauten der achtziger und neunziger Jahre oft heterogen sind. Eine bloße Annahme ohne Beleg reicht in der Prüfung selten.
Bei Aufstockungen gerät häufig das Übergreifen der Brandwand ins Dach in den Fokus. Ein neuer Holzdachstuhl mit Aufdachdämmung verlangt eine konstruktive Lösung, denn die Wand muss mindestens bis unter die Dachhaut reichen und brennbare Bauteile dürfen nicht über sie hinweggeführt werden. Die Detailzeichnung gehört in den Nachweis.
Achten Sie außerdem auf die Schottung von Schornstein und Lüftung. Beide Bauteile durchdringen die Geschossdecke und potenziell die Brandwand. Geprüfte Module aus dem Bauteilkatalog des Herstellers sind hier die saubere Lösung. Eine improvisierte Variante mit Mineralfaser ohne Verwendbarkeitsnachweis genügt nicht.
Eine nur feuerhemmende Wand genügt als Gebäudeabschlusswand nicht. Nötig ist eine Brandwand oder eine Ersatzwand nach § 30 Abs. 3 MBO, belegt nach DIN 4102 oder DIN EN 13501.
In GK 1 bis 3 muss die Wand mindestens bis unter die Dachhaut reichen, Hohlräume werden nichtbrennbar verfüllt. Detail im Nachweis zeichnen.
Lüftungs oder Stromschächte querend zur Brandwand brauchen Schottung mit Verwendbarkeitsnachweis.
Eine Aufstockung kann die Klasse verändern. Vor Beauftragung Höhe genau prüfen.
Tabellarischer Nachweis und Brandwand.
Freistehende Wohngebäude bis 7 m.
Sonstige Wohngebäude bis 7 m.
Bauteilkatalog Beispiel.
Wer einen Brandschutznachweis benötigt, prüft meist parallel den Wärmeschutz und den Schallschutz. Über die Partnerseiten erstellen Sie diese Unterlagen aus einer Hand.
GK 1 ist freistehend, GK 2 angebaut. Doppelhaushälften und Reihenhäuser fallen in GK 2 und benötigen zum Nachbarn eine Brandwand oder eine zulässige Ersatzwand.
Eine Brandwand ist auch unter mechanischer Beanspruchung feuerbeständig und nichtbrennbar. In GK 2 genügt nach § 30 Abs. 3 MBO auch eine hochfeuerhemmende Wand oder eine Wand, die innen feuerhemmend und außen feuerbeständig ist. Sie muss mindestens bis unter die Dachhaut reichen.
Festpreise starten bei 490 Euro für die Doppelhaushälfte und steigen auf 990 Euro für Reihenmittelhäuser mit zwei Brandwänden.
Ja, in der Regel. Bei Holzhybrid mit besonderen Aufbauten wird ein konstruktiver Bauteilkatalog ergänzt.
Wenn die Höhe der OKF höchster Aufenthaltsraum 7 Meter überschreitet, etwa durch eine Aufstockung.
Starten Sie den Schnellcheck. Sie erhalten eine indikative Einschätzung und im Anschluss einen Festpreis.
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