3 Einheiten
ab 690 Euro, Bearbeitung 5 bis 7 Werktage.
Tabellarischer Nachweis für Mehrfamilienhäuser bis 7 Meter Höhe, mit drei oder mehr Wohneinheiten und Treppenraum als notwendigem Rettungsweg.
Gebäudeklasse 3 erfasst alle sonstigen Gebäude mit einer Höhe der Oberkante Fußboden des höchstgelegenen Aufenthaltsraums von bis zu 7 Metern. Anders als in GK 1 oder GK 2 spielen die Anzahl der Nutzungseinheiten und deren Grundfläche hier keine begrenzende Rolle.
In der Praxis fallen typische Drei und Vierfamilienhäuser in diese Klasse. Auch kleine Bürogebäude bis 7 Meter Höhe werden hier verortet, sofern keine Sonderbauanforderungen greifen. Die Brandschutzanforderungen sind höher als in GK 2, weil mehrere Nutzungseinheiten brandschutztechnisch entkoppelt werden müssen.
Der notwendige Treppenraum ist hier zentrales Element. Er erschließt mehrere Einheiten und dient als Rettungsweg im Brandfall. Wand, Decke, Türen und Beleuchtung müssen abgestimmt sein.
Die Gebäudeklasse 3 fasst alle übrigen Gebäude bis 7 Meter Höhe zusammen, etwa Häuser mit mehr als zwei Nutzungseinheiten oder über 400 Quadratmeter. Diese Auffangklasse ist in allen sechzehn Ländern gleich definiert und steht jeweils in Paragraf 2 der Landesbauordnung. Alle fünf Klassen im Vergleich zeigt die Übersicht der Gebäudeklassen.
Anders als bei Gebäudeklasse 1 und 2 spielt hier weder die Zahl der Nutzungseinheiten noch die Grundfläche eine begrenzende Rolle. Allein die Höhe von bis zu 7 Metern hält das Gebäude in der Gebäudeklasse 3. Baden-Württemberg führt die Klasse wortgleich, nur in einem anderen Absatz.
| Regelung | Fundstelle | Besonderheit Gebäudeklasse 3 |
|---|---|---|
| Musterbauordnung | § 2 Abs. 3 MBO | sonstige Gebäude bis 7 m, etwa mehr als 2 Nutzungseinheiten oder über 400 m² |
| Baden-Württemberg | § 2 Abs. 4 LBO | wortgleich, nur andere Absatznummer |
| Übrige Länder | § 2 der jeweiligen LBO | Definition wie Musterbauordnung |
Die Grenze von 7 Metern misst sich an der Fußbodenoberkante des höchstgelegenen Geschosses, in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist, über der Geländeoberfläche im Mittel.
Der Treppenraum in GK 3 ist in der Regel als notwendiger Treppenraum auszuführen. Seine Wände müssen nach § 35 Abs. 4 MBO feuerhemmend sein, der obere Abschluss hat die Feuerwiderstandsfähigkeit der Decken. Türen zu Wohnungen müssen dicht und selbstschließend sein, Türen zum Keller feuerhemmend, rauchdicht und selbstschließend. Der Treppenraum muss zu beleuchten sein und braucht in jedem oberirdischen Geschoss ein Fenster mit mindestens 0,50 m² freiem Querschnitt oder oben eine Öffnung zur Rauchableitung.
Der zweite Rettungsweg führt in der Regel über Fenster oder Balkon, der mit der Drehleiter erreicht wird. Aufstellfläche muss vorhanden sein. In dichten Lagen ohne Anfahrt wird eine zweite bauliche Treppe nötig.
| Bauteil | Anforderung |
|---|---|
| Tragende Wände und Stützen | feuerhemmend, F30, im Keller feuerbeständig |
| Wohnungstrennwand | feuerhemmend, F30 |
| Geschossdecke | feuerhemmend, F30, im Keller feuerbeständig |
| Treppenraumwand | feuerhemmend, F30 |
| Tragende Teile der Treppe | nichtbrennbar oder feuerhemmend |
| Notwendiger Flur Wand | feuerhemmend, F30, wenn ein notwendiger Flur nötig ist |
| Wohnungstür zum Treppenraum | dicht und selbstschließend |
| Außenwand an der Grenze | Brandwand oder Ersatzwand nach § 30 Abs. 3 MBO |
Festpreise starten bei 690 Euro für ein Dreifamilienhaus in Massivbauweise und steigen bei mehr Einheiten oder Holzhybrid auf 1.290 Euro. Sicherheitstreppenraum ist in GK 3 selten nötig, daher bleibt der Aufwand kalkulierbar.
ab 690 Euro, Bearbeitung 5 bis 7 Werktage.
ab 890 Euro, Bauteilliste umfangreicher.
ab 990 Euro, Bauteilprüfung Anhang.
Massivbauweise, drei Wohneinheiten, OKF höchster Aufenthaltsraum 6,40 Meter, BGF 364 Quadratmeter. Angenommen ist eine Wand zur Nachbargrenze als hochfeuerhemmende Wand nach § 30 Abs. 3 MBO, feuerhemmende Treppenraumwände sowie dicht und selbstschließende Wohnungstüren.
Der Nachweis ist tabellarisch geführt. Aufstellfläche der Feuerwehr im Lageplan dokumentiert. Der Festpreis für drei Einheiten beginnt ab 690 Euro.
Über 7 Meter Höhe wechselt das Gebäude in GK 4, wenn jede Nutzungseinheit höchstens 400 Quadratmeter hat, sonst in GK 5. Über 13 Meter gilt immer GK 5. Bis 7 Meter bleiben auch größere Nutzungseinheiten in GK 3. Bei einem Wechsel steigen die Anforderungen an Decken, Treppenräume und Brandwände deutlich.
Mit drei oder mehr Wohneinheiten in einem Gebäude bis 7 Meter Höhe steht der notwendige Treppenraum im Mittelpunkt. Achten Sie darauf, dass jede Wohneinheit über eine dicht und selbstschließende Tür auf den Treppenraum geht und dass keine offene Verbindung zu Kellergeschoss oder Trockenraum besteht. Diese Verbindungen werden in der Praxis häufig übersehen.
Die Wohnungstrennwand muss in GK 3 nach § 29 MBO feuerhemmend sein. Wer eine doppelte Beplankung in einer Holzständerwand plant, sollte die Klassifizierung über DIN 4102 Teil 4 oder über eine Bauteilprüfung explizit dokumentieren. Allgemeine Aussagen ohne Quelle lassen sich in der Prüfung nicht halten.
Der Bauteilkatalog gewinnt mit jeder Wohneinheit an Umfang. Eine konsistente Nummerierung von Wand W1 bis Wn erleichtert die Prüfung erheblich. Pläne und Bauteilliste müssen identische Bezeichnungen verwenden, sonst entsteht Aufwand für Querverweise.
Bei mehreren Eingängen ist auch die Aufstellfläche der Feuerwehr ein Thema. Mindestens an einer Seite ist eine Anfahrt mit Drehleiter sinnvoll, weil sonst der zweite Rettungsweg baulich gelöst werden muss. Eine zweite Treppe ist eine teure Antwort.
Wer in GK 3 plant, sollte außerdem auf die Entrauchung der Treppenräume achten. § 35 Abs. 8 MBO verlangt in jedem oberirdischen Geschoss ein zu öffnendes Fenster mit mindestens 0,50 m² oder an oberster Stelle eine Öffnung zur Rauchableitung mit mindestens 1 m². In innenliegenden Treppenräumen kommt eine maschinelle Rauchableitung mit Auslösung im Brandfall in Betracht. Die Auswahl prägt den Bauteilkatalog und damit das Honorar des Nachweises.
Treppenraum ohne Wandklassifizierung, Beleuchtung oder Rauchableitung ist nicht prüffähig. Feuerhemmende Wände und Öffnungen nach § 35 Abs. 8 MBO gehören in den Nachweis.
Eine nur feuerhemmende Wand an der Grenze genügt nicht. Nötig ist eine Brandwand, eine hochfeuerhemmende Wand oder eine Wand, die innen feuerhemmend und außen feuerbeständig ist.
Zwischen Einheiten feuerhemmend nach § 29 MBO, in der Tabelle gerne übersehen.
Drehleiter braucht Aufstellung mit Mindestfläche und tragfähigem Untergrund. Im Lageplan zeichnen.
Treppenraum, Wohnungstrennwand, Decke.
Doppelhaus und Reihenhaus bis 7 m.
Bis 13 m, NE max 400 m².
Bauteilkatalog Beispiel.
Wer einen Brandschutznachweis benötigt, prüft meist parallel den Wärmeschutz und den Schallschutz. Über die Partnerseiten erstellen Sie diese Unterlagen aus einer Hand.
GK 2 ist auf 2 Einheiten und 400 m² begrenzt. GK 3 hat keine Begrenzung der Nutzungseinheiten, ist aber weiterhin auf 7 m Höhe begrenzt.
Ja, in GK 3 ist der Treppenraum als notwendiger Treppenraum auszuführen, mit feuerhemmenden Wänden sowie dicht und selbstschließenden Wohnungstüren.
Festpreise starten bei 690 Euro für drei Einheiten und reichen bis 1.290 Euro bei Holzhybrid oder mehr Einheiten.
Im Regelfall ja. Bei besonderen Bauweisen wie Holzhybrid wird ein konstruktiver Bauteilkatalog ergänzt.
Wenn die Höhe 7 Meter überschreitet und jede Nutzungseinheit höchstens 400 Quadratmeter hat. Sind Nutzungseinheiten größer, führt die größere Höhe in GK 5.
Starten Sie den Schnellcheck. Sie erhalten eine indikative Einschätzung und im Anschluss einen Festpreis.
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