Standard EFH
390 bis 590 Euro, Bearbeitung 5 Werktage.
Anforderungen, Pflicht und typische Bauteile für freistehende Wohngebäude bis 7 m mit maximal zwei Nutzungseinheiten und 400 m² Nutzfläche.
Gebäudeklasse 1 umfasst freistehende Wohngebäude mit einer Höhe der Oberkante Fußboden des höchstgelegenen Aufenthaltsraums von bis zu 7 Metern über Geländeoberfläche. Die Gesamtnutzfläche darf 400 Quadratmeter und maximal zwei Nutzungseinheiten nicht überschreiten.
Eingeschlossen sind außerdem land oder forstwirtschaftlich genutzte Gebäude vergleichbarer Größe. Ein klassisches Einfamilienhaus, eine kleine Hofstelle oder ein freistehender Bungalow fallen in diese Klasse. Carport und Garage werden separat eingestuft.
Die Brandschutzanforderungen sind in dieser Klasse am niedrigsten. Tragende Bauteile haben in der Regel keine Feuerwiderstandsanforderung im Erdgeschoss, raumabschließende Bauteile zur Grundstücksgrenze nur, wenn der Abstand unterhalb von 5 Metern liegt.
Die Gebäudeklasse 1 ist bundesweit einheitlich. Alle sechzehn Länder übernehmen die Einteilung aus der Musterbauordnung in Paragraf 2 ihrer Landesbauordnung. Höhe bis 7 Meter, höchstens zwei Nutzungseinheiten und zusammen bis 400 Quadratmeter Brutto Grundfläche gelten überall gleich.
Das prägende Merkmal der Gebäudeklasse 1 ist der freistehende Stand. Genau hier sitzen die wenigen redaktionellen Feinheiten einzelner Länder. Baden-Württemberg regelt die Gebäudeklassen wortgleich, nur in Paragraf 2 Absatz 4 statt Absatz 3.
| Regelung | Fundstelle | Besonderheit Gebäudeklasse 1 |
|---|---|---|
| Musterbauordnung | § 2 Abs. 3 MBO | freistehend, bis 7 m, höchstens 2 Nutzungseinheiten, zusammen bis 400 m² |
| Baden-Württemberg | § 2 Abs. 4 LBO | wortgleich, nur andere Absatznummer |
| Hessen | § 2 HBO | angebaute Kleingarage mit 2,50 m Grenzabstand hebt freistehend nicht auf |
| Nordrhein-Westfalen | § 2 Abs. 3 BauO NRW | zusätzlich Gebäude vergleichbarer land- oder forstwirtschaftlicher Nutzung |
| Übrige Länder | § 2 der jeweiligen LBO | Definition wie Musterbauordnung |
Die Höhe misst sich an der Oberkante Fußboden des höchstgelegenen Geschosses mit Aufenthaltsraum über der Geländeoberfläche. Bei den 400 Quadratmetern bleiben Flächen im Keller außer Betracht.
Im freistehenden Einfamilienhaus sind die Anforderungen schlank. Tragende Bauteile im Erdgeschoss haben keine F Klasse, weil der Brand sich in einer freistehenden Anordnung nicht in vergleichbarem Maß auf Nachbargebäude auswirkt. Bei mehrgeschossigen Häusern in GK 1 ändert sich das.
| Bauteil | Anforderung | Bemerkung |
|---|---|---|
| Tragende Wand EG | keine F Klasse | statische Auslegung weiter Pflicht |
| Tragende Wand OG | F30 | bei mehrgeschossigem Haus |
| Geschossdecke | F30 | massiv oder Holzbalken mit Beplankung |
| Brandwand zur Grenze | F30 mit Mindeststandsicherheit | bei Abstand unter 5 m |
| Dachhaut | harte Bedachung | Flugfeuer und strahlende Wärme |
| Wohnungsabschlusstür | RS | rauchdicht und selbstschließend |
| Treppe | keine F Klasse | Standardausführung |
Im freistehenden Einfamilienhaus ist der erste Rettungsweg die Eingangstür. Der zweite Rettungsweg verläuft typischerweise über anleiterbare Fenster im Obergeschoss. Eine tragbare Leiter der Feuerwehr reicht in den meisten Fällen aus, weil die Brüstungshöhe unter 8 Meter liegt.
Aufstellfläche der Feuerwehr und Anfahrt sind im Lageplan zu zeigen. Eine Stichstraße muss befahrbar sein, das Tor zur Garage darf den Rettungsweg nicht versperren. Schlafräume im Dachgeschoss benötigen anleiterbare Fenster mit den Mindestmaßen 0,90 mal 1,20 Meter.
In Gebäudeklasse 1 reicht ein tabellarischer Brandschutznachweis. Die Festpreise starten bei rund 390 Euro für ein freistehendes Standardhaus. Mit besonderen Anforderungen wie Holzhybrid, Anbau an Garage oder geringer Abstand zur Grundstücksgrenze steigen die Kosten auf 590 bis 690 Euro.
390 bis 590 Euro, Bearbeitung 5 Werktage.
490 bis 790 Euro, Bauteilprüfung Anhang.
490 bis 790 Euro, Brandwand Detail.
Eingeschossiger Bungalow plus Dachgeschoss zur Wohnnutzung. Wohnfläche 142 Quadratmeter, BGF 178 Quadratmeter. Höhe der OKF höchster Aufenthaltsraum 5,80 Meter. Massivbauweise in Kalksandstein, Stahlbetondecke, Aufdachdämmung mit harter Bedachung.
Der Nachweis ist schlank: keine F Klasse für tragende Wände, F30 Decke, harte Bedachung, anleiterbare Fenster im Dachgeschoss. Der Lageplan zeigt 7 Meter Abstand zur nächstgelegenen Grenze, eine Brandwand entfällt.
Sobald eines der drei Kriterien nicht eingehalten wird, wechselt das Vorhaben in eine andere Klasse. Die Schwellen sind klar formuliert, die Anwendung in der Praxis aber streng.
Mit OKF höchster Aufenthaltsraum über 7 m wird das Gebäude in GK 4 oder 5 eingeordnet.
Drei oder mehr Wohneinheiten führen in GK 3, auch bei niedriger Höhe.
Sobald das Gebäude an ein Nachbargebäude anschließt, wechselt die Einstufung in GK 2.
Ein einfaches Einfamilienhaus klingt nach minimalem Brandschutz. In der Praxis lohnt sich dennoch ein präziser Lageplan mit Anfahrt der Feuerwehr, weil eine schmale Stichstraße oder eine Pflanzung die Aufstellfläche beeinträchtigen kann. Auch der zweite Rettungsweg über anleiterbare Fenster im Schlafraum wird häufig zu spät bedacht.
Wer Photovoltaik auf dem Dach plant, sollte den Anschluss an Brandwand und Traufkasten frühzeitig im Detail ausführen. Eine harte Bedachung mit eingebetteten Modulen ist möglich, sofern die Anschlüsse nichtbrennbar geführt sind. Bauherrenseitig hilft es, vor Beauftragung des Nachweises eine Fotodokumentation des Grundstücks anzufertigen, weil sie Lage, Bestand und Anfahrt anschaulich macht.
Bei Hanggrundstücken ist die Höhenermittlung der OKF höchster Aufenthaltsraum tückisch. Die Bauaufsicht zieht das Mittel der Geländeoberfläche an den Außenwänden heran, nicht den niedrigsten oder höchsten Punkt. Eine sauber bemaßte Schnittzeichnung beugt Diskussionen vor.
Höhe wird ab Mittel der Geländeoberfläche gemessen, nicht ab Straßenniveau. Hanggrundstücke sind tückisch.
Bei Abstand unter 5 Metern zur Grenze ist eine Brandwand erforderlich, auch in GK 1.
Wenn das Dachgeschoss baurechtlich als Vollgeschoss zählt, ändert sich die Höhenermittlung.
Schlafräume im Dachgeschoss ohne anleiterbares Fenster sind nicht zulässig.
Tabellarischer Nachweis im Wohnungsbau.
Doppelhaushälfte und Reihenhaus.
Mustergliederung und Bauteilkatalog.
Bauvorlagen und Verfahren.
Wer einen Brandschutznachweis benötigt, prüft meist parallel den Wärmeschutz und den Schallschutz. Über die Partnerseiten erstellen Sie diese Unterlagen aus einer Hand.
Freistehendes Wohngebäude bis 7 Meter Höhe der Oberkante Fußboden des höchstgelegenen Aufenthaltsraums, mit maximal zwei Nutzungseinheiten und höchstens 400 Quadratmetern Nutzfläche.
Tragende Wände im Erdgeschoss ohne F Klasse, raumabschließende Bauteile bei nahem Nachbarn als Brandwand mit F30 plus Mindeststandsicherheit, Dach harte Bedachung, anleiterbare Fenster für Schlafräume im Obergeschoss.
Festpreise starten bei rund 390 Euro. Bei besonderen Konstellationen wie Holzhybrid oder geringem Abstand zur Grundstücksgrenze liegen sie bei 590 bis 790 Euro.
Ja, in Gebäudeklasse 1 ist der tabellarische Nachweis Standard. Konstruktiv wird nur ergänzt, wenn Bauteile von der Tabelle abweichen.
Bauvorlageberechtigte Architekten oder Bauingenieure mit Eintragung in der Liste der Kammer. In manchen Ländern auch qualifizierte Bauvorlageberechtigte mit eingeschränktem Umfang.
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